14.04.2008 / Ausland / Seite 6

Roter Stern über Nepal

Maoisten auf Erfolgskurs bei Stimmenauszählung der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung. Prachanda: »Mandat zum Wandel«

Hilmar König, Neu-Delhi
Pünktlich zum nepalischen Neujahr 2065, das am Sonntag begann, geht der rote Stern über dem Himalajastaat auf. Wohl zum letzten Mal hat König Gyanendra seinen Untertanen zu diesem Festtag alles Gute gewünscht. Aber er hätte eigentlich den Maoisten gratulieren sollen, die sich bei der Stimmenauszählung zur Wahl der ersten verfassunggebenden Versammlung des Landes auf spektakulärem Erfolgkurs befinden. Während westliche Diplomaten, von Wunschdenken beseelt, den ehemaligen Rebellen nicht mehr als fünf bis zehn Prozent Vertretung im Verfassungskonvent zugetraut hatten, liegt nach 72 Stunden Auswertung eine absolute Mehrheit der KPN (Maoistisch) nicht mehr im Bereich der Illusionen. Auch wenn noch mindestens zehn Tage ausgezählt wird, ist der Trend unverkennbar: Die Maoisten liegen weit in Front und haben selbst in traditionellen Hochburgen des sozialdemokratisch orientierten Nepali Congress (NC) überraschende Siege verbucht. Am Sonntag mittag Ortszeit hatten ...

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