12.04.2008 / Geschichte / Seite 15

Reaktionäres Komplott

Am 18. April 1948 siegten Italiens Christdemokraten bei den ersten Parlamentswahlen. In einer antikommunistischen Schlammschlacht halfen USA und Papst kräftig mit

Gerhard Feldbauer
Die Kommunistische Partei Italiens (PCI), die führende Kraft des bewaffneten Widerstands (Resistenza) gegen das Besatzungsregime Hitlerdeutschlands und dessen italienische Lakaien, ging aus diesem bis 1945 dauernden Kampf als eine politisch einflußreiche Kraft hervor. Mit 2,2 Millionen Mitgliedern war sie auch die zahlenmäßig stärkste Partei. Ein entscheidender politischer Faktor für die mit Kriegsende einsetzende starke Linksentwicklung war das Aktionseinheitsabkommen der PCI mit der Sozialistischen Partei (PSI). Es war bereits 1934 geschlossen und 1937 mit klaren antiimperialistischen Zielen und der Orientierung auf eine sozialistische Gesellschaft vertieft worden. Beide Parteien traten für eine antifaschistisch-demokratische Umgestaltung des Landes ein, wonach das Eigentum des Großkapitals und der Großagrarier durch Nationalisierungen bzw. eine Bodenreform beschnitten werden sollte.

Bei den im März 1946 in 5722 von insgesamt 7294 Städten und Gemeinden s...

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