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11.04.2008 / Inland / Seite 4

Atommüll auf Weg nach Rußland

Waggons mit abgereichertem Uran rollten durch Münsters Bahnhof. Proteste der Antiatombewegung sollen besser koordiniert werden

Michael Schulze von Glaßer
Man schmeckt und riecht es nicht. Nur kleine Schildchen mit dem Aufdruck »radioaktiv« an den dunkelroten und braunen Güterwaggons ließen die Fracht des langen Zuges erahnen, der am Mittwoch abend durch den Münsteraner Hauptbahnhof rollte. Es handelte sich um rund 1 000 Tonnen abgereichertes Uran, sogenanntes Uranhexafluorid, aus Gronau. Die Urananreicherungsanlage an der deutsch-niederländischen Grenze wird von der Firma Urenco betrieben, die in diesem Jahr bereits die dritte Ladung gen Rußland schickte. Per Zug wird die gefährliche Fracht zunächst über die Stationen Gronau, Steinfurt, Münster, Rheine, Almelo (Niederlande) bis nach Rotterdam gebracht. Dort wird der Atommüll auf ein Schiff verladen. Über Nord- und Ostsee geht es bis ins russische Sankt Petersburg. Die letzten rund zweitausend Kilometer legt der Atommüll wieder per Güterzug zurück. Endstation sind Städt...

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