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11.04.2008 / Feminismus / Seite 15

Die nächste Revolution

Kuba: Nationales Zentrum für Sexualerziehung wirbt für einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Rechte Homosexueller und Transsexueller

Anton Holberg
Auf Kuba steht nach dem schrittweisen Rückzug von Fidel Castro von der Führung des Staates möglicherweise eine weitere Revolution an – dieses Mal eine kulturelle. Auch die wäre eng mit dem Namen Castro verbunden. Ihre Protagonistin ist Mariela Castro Espín, Tochter von Fidels Bruder Raúl, dem amtierenden Präsidenten.

Mariela Castro ist Leiterin des von der Regierung finanzierten Nationalen Zentrums für Sexualerziehung (CENESEX, Centro Nacional de Educación Sexual). In dieser Funktion führt sie einen harten Kampf gegen die in der Gesellschaft auch rund 40 Jahre nach der Revolution tief verwurzelten traditionellen Werte der hier wie in ganz Lateinamerika vorherrschenden Macho-Kultur. Dabei gilt der von ihr und ihrer Organisation geführte Kampf insbesondere den Rechten sexueller Minderheiten. Zur Zeit bemüht sie sich darum, die Nationalversammlung des Landes zur Annahme von Gesetzen zu Homosexualität und Transsexualität zu bewegen, die die fortschrittlichsten...

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