09.04.2008 / Thema / Seite 10

Bushs dritte Amtszeit

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain will die Politik des jetzigen Amtsinhabers fortsetzen. Der Konfrontationskurs gegen Rußland soll verschärft, das Hegemoniestreben der USA forciert werden

Knut Mellenthin
Sieben Monate vor der Präsidentenwahl in den USA dümpelt die Zustimmung zur Amtsführung von George W. Bush auf einem historischen Tiefpunkt. Je nach dem genauen Wortlaut der Fragestellung bekunden nur noch zwischen 25 und 30 Prozent der amerikanischen Bevölkerung, daß sie mit der Politik des Präsidenten überwiegend zufrieden sind.

Vor diesem Hintergrund muß überraschen, daß die Republikaner mit John McCain einen Kandidaten ins Rennen schicken wollen, dessen Programm im wesentlichen nichts anderes darstellt als die Verlängerung der Ära Bush um eine dritte Amtszeit. Noch verblüffender ist, daß dieser Bewerber sich begründete Hoffnungen machen kann, am 4. November seinen demokratischen Konkurrenten, mag er nun Barack Obama (jW v. 15.8.2007, S 10/11) oder vielleicht doch Hillary Clinton (jW v. 5.2.2008, S. 10/11) heißen, zu schlagen.

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