08.04.2008 / Thema / Seite 10

Die Verbitterung des Unterbezirkssekretärs

Zur halbvergessenen Geschichte der Westlinken

Georg Fülberth
Oft ist von den beiden »Quellparteien« der »Linken« die Rede: Linkspartei.PDS und WASG. Die Irritationen ehemaliger Mitglieder der SED vor und nach 1989 sind häufig erörtert worden. Nimmt man die Fusion von 2007 aber ernst, wäre auch nach der langen Geschichte von Oppositionellen in der SPD seit 1945 zu fragen. Es ist eine Geschichte der Niederlagen, die jetzt, nach der Loslösung von der ehemaligen Partei, gerechtfertigt und revidiert erscheint. Ihr soll im folgenden nachgegangen werden.

Zu diesem Zweck bedienen wir uns einer Art Kollektivbiographie. Als ihr Muster dient der Lebenslauf eines ehemaligen Unterbezirkssekretärs der SPD. Sein Name tut nichts zur Sache. Er hat wirklich gelebt, aber es gab noch viele andere seinesgleichen.

Unser Beispiel-Linker trat 1945 in die SPD ein. Er hielt sie für eine sozialistische Partei im Sinne ihres noch geltenden Heidelberger Programms von 1925 und der Reden des Vorsitzenden Kurt Schumacher. Den Kommunisten stand er f...



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