02.04.2008 / Titel / Seite 1

Schweizer Bankenkäse

Klaus Fischer
Trotz ständig neuer Verlustmeldungen der einheimischen Finanzkonzerne war man in der Schweiz auf die aktuelle Hiobs­botschaft nicht gefaßt: Die UBS (Union Bank of Switzer­land) muß für das erste Quartal 2008 weitere Abschreibungen vornehmen. Sage und schreibe zwölf Milliarden Schweizer Franken (19 Milliarden US-Dollar) hat die nach eigenen Angaben größte Vermögensverwalterin der Welt innerhalb der zurückliegenden drei Monate verloren. Damit versenkte die UBS seit Beginn der Finanzkrise 40 Milliarden Dollar. Sie verspielte faktisch den Großteil ihres Eigenkapitals, das nach den letzten Abschreibungen bereits durch Investoren aus Singapur und Nahost mit 13 Milliarden Franken aufgefrischt werden mußte. Jetzt braucht die Bank nochmals 15 Milliarden.

Damit gerät nicht nur die UBS in eine heikle Lage. Die Schweiz zählt zu den fünf reichsten Staaten der Erde. Einen großen Teil dieses Wohlstands verdankt sie ihren Banken, dem Finanzplatz und dem Bankgeheimnis. Se...

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