29.03.2008 / Geschichte / Seite 15

Das Ende eines Traumes

Am 4. April 1968 wurde der schwarze US-Bürgerrechtler Martin Luther King von einem angeblichen Einzeltäter ermordet – unter den Augen des FBI

Ronald Friedmann
Kaum eine andere Rede des 20. Jahrhunderts hatte eine solche Bedeutung für die Entwicklungen ihrer Zeit, wie Martin Luther Kings Rede am 28. August 1963 in Washington vor dem Lincoln Memorial: »I have a dream« – »Ich habe einen Traum«. Mehr als 250000 Menschen, unter ihnen etwa 60000 Weiße, waren aus Teilen der USA in einem »Marsch nach Washington für Arbeit und Freiheit« in die Hauptstadt gekommen, um ihrer Forderung nach gleichen Bürgerrechten für alle US-Amerikaner, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Nachdruck zu verleihen. Und King, der populäre und zu dieser Zeit wohl unbestrittene Führer der schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung war es, der dieser Forderung in seiner Rede den angemessen Ausdruck verlieh. Zehn Monate später, am 2. Juli 1964, trat der Civil Rights Act in Kraft, ein Bundesgesetz von Verfassungsrang, das diskriminierende Wahltests für schwarze US-Amerikaner ebenso verbot wie die Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen. Es verpflichtete da...

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