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17.05.1999 / Ansichten

Friedensfahrt in Kriegszeiten?

jW sprach mit Gustav-Adolf Schur

(»Täve« ist Präsident des Vereins »Internationale Friedensfahrt«, die am Sonnabend in Magdeburg zu Ende ging)

F : Die »Friedensfahrt« wurde nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges ins Leben gerufen, um die Trümmer beseitigen zu helfen, die die Deutschen nicht nur an Europas Straßen, sondern auch in den Köpfen und Gefühlen der Menschen hinterlassen hatten. Nun, nach gut 50 Jahren, sieht sich dieses Friedensradrennen erneut in der Situation, daß Deutsche in Europa durch Bomber Trümmer und Leid hinterlassen. Schmerzt das nicht?

Mehr noch! Ich empfinde diese Situation nicht nur als politische, sondern auch als ganz persönliche Katastrophe. Ich bin mit den schlimmsten Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges im eigenen Land aufgewachsen. Wir wohnten neben einer Bahnlinie, über die täglich Züge mit Waffentransporten rollten. Hinter dieser Bahnlinie befand sich ein »Panzerersatzteilamt«, über dem zweimal regelrechte Bombenteppiche niedergingen. Ich bin sozusagen im Bo...

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