19.03.2008 / Titel / Seite 1

Schluß mit neoliberal

Klaus Fischer
Das materielle Sein bestimmt das Bewußtsein: Im Gefolge der weltweiten Finanz- und Bankenkrise äußern immer mehr Akteure aus der »freien Marktwirtschaft« die Idee, anderen die Aufräumarbeiten zu überlassen. Gestern noch stramm neoliberal, singen sie heute das Lied vom Staat. Der müsse eingreifen, verlangten am Dienstag erneut US-Finanzanalysten, deutsche Bankenchefs und einschlägige Medien im trauten Chor. Bei Notenbankern und Politikern stießen diese Rufe nicht auf taube Ohren. Das Kapital selbst ist weder fähig noch bereit, das angerichtete Desaster selbst zu bereinigen.

Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, hatte bereits am Montag abend klargestellt: »Es reicht nicht mehr, die Banken zu gegenseitiger Hilfe aufzufordern.« Er glaube »hier nicht allein an die Selbstheilungskräfte der Märkte«.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nahm den Ball am Dienstag auf. In Potsdam konstatierte er, es handle sich um »eine der größten Finanzkrisen in den letzten J...



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