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18.03.2008 / Ausland / Seite 6

Am Anfang stand ein Massaker

Vor 40 Jahren formierte sich in den Südphilippinen der muslimische Widerstand

Rainer Werning
Am 18. März 1968 wurden mindestens zwei Dutzend junge muslimische Rekruten – andere Quellen sprechen von 64 bis über 100 Toten – von ihren Vorgesetzten auf der philippinischen Insel Corregidor in der Bucht von Manila exekutiert. Die Konsequenzen dieses Massakers wirken bis heute nach. In der Region herrscht vielerorts Krieg. Langjährige Friedensverhandlungen zwischen Manila und der heute bedeutsamsten Moro-Organisation, der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF), sind seit Dezember 2007 ins Stocken geraten. Und die Präsenz von einigen Hundertschaften US-amerikanischer GIs –abkommandiert zur Bekämpfung der durch Entführungen auch international bekannt gewordenen Abu Sayyaf – tut ein übriges, um unter dem Deckmantel des »Antiterrorfeldzuges« die Zivilbevölkerung zu schikanieren.

Begonnen hatte alles im Jahre 1967 auf der kleinen südphilippinischen Insel Simunul. Dort fand unter dem Kommando von Major Eduardo Martelino eine geheime militärische Ausbildung i...

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