15.03.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Am Krankenbett der USA

Staatsfonds und Europäische Zentralbank stützen weiterhin die angeschlagene Wirtschaft der Vereinigten Staaten

Joseph Halevi
In der aktuellen Finanzkrise steht gegenwärtig das unterschiedliche Vorgehen der Europäischen und der US-Zentralbank (EZB und Fed) im Mittelpunkt der Diskussion. Zwei Punkte verdienen eine tiefer gehende Betrachtung: erstens die angebliche Kurzsichtigkeit der EZB im Gegensatz zur Flexibilität und zum Weitblick der Fed und zweitens die Frage der Staatsfonds (sogenannte souveräne Fonds).

Die EZB handelt weder kurzsichtig, noch ist sie von »falschen« Wirtschaftstheorien inspiriert. (Ihre Theorien sind dieselben wie die der Fed.) Das grundlegende Ziel der EZB – der Pakt zwischen den verschiedenen Teilen des Monopolkapitals auf der Grundlage der 1996 in Dublin unterzeichneten Stabilitätskriterien – ist Lohnsenkung. Seit den Zeiten von EU-Kommissionspräsident Jacques Delors wurde der Aufbau Europas von den Prioritäten diktiert, die beim European Business Roundtable festgelegt wurden, und die Deflation der Löhne erwies sich als vereinigende Politik (z.B. sanken i...

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