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07.03.2008 / Inland / Seite 2

»Es ist absurd, bei Schwimmbädern zu sparen«

Unter der Privatisierungswut leiden in Frankfurt/M. vorwiegend Rentner und arme Familien. Ein Gespräch mit Carmen Thiele

Gitta Düperthal
Carmen Thiele ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Frankfurter Stadtparlament

Sie kritisieren die Entscheidung des damaligen Viererbündnisses aus CDU, SPD, Grünen und FPD im Frankfurter Stadtparlament, öffentliche Bäder in eine Stadtwerke-Holding auszugliedern. Welche Folgen hatte dieser Schritt?

Privatisierungen führen in der Regel zu Preiserhöhungen. Verwaltungen werden dadurch aufgebläht, und alles wird dem Gewinn unterworfen. Das Frankfurter Stadtbad Mitte wurde beispielsweise zum Hotelbad mit gesalzenen Eintrittspreisen. So ein Konzept ist unsinnig. Statt zu fragen, wie die Bäder attraktiver oder Öffnungszeiten an den realen Bedarf angepaßt werden können, wurden die Jahreskarten abgeschafft.

Die Begründung ist, Monatskarten seien »paßgenauer«. Aber: Die reguläre Jahreskarte kostete 300 Euro, die neuen Monatskarten kosten 45 Euro, das macht pro Jahr also 540 Euro. Eine ermäßigte Jahreskarte war früher für 150 Euro zu kaufen, u...


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