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07.03.2008 / Ausland / Seite 8

»Es droht die Überflutung der historischen Stadt«

Vom Staudammprojekt Ilisu betroffene Kurden sehen Hoffnung in Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Ein Gespräch mit Abdulvahap Kusen

Marin Dolzer
Abdulvahap Kusen ist Bürgermeister der kurdischen Stadt Hasankeyf, die nach dem von den türkischen Behörden geplanten Bau des Ilisu-Staudamms überflutet würde

Eine Gruppe von Professoren, Anwälten und Journalisten hat vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gegen den Bau des Ilisu-Staudamms in den kurdischen Provinzen der Türkei Klage erhoben. Bei Umsetzung des Projektes würden mehr als 55000 Menschen ihre Heimat und Existenz verlieren. Können Sie die Gründe der Kläger skizzieren?

Es geht um Grund- und Menschenrechte. Im Falle einer Umsetzung des Projektes droht – zusätzlich zur menschlichen Tragödie! – die Überflutung der historischen Stadt Hasankeyf und deren Umgebung, die reich an archäologischen Schätzen ist. Ein Großteil der Fundstätten ist noch gar nicht erschlossen. Der vom Europarat verabschiedeten Valetta-Konvention zufolge muß kulturelles Erbe aber im Interesse aller Menschen geschützt werden.

Die Klage wurde vom EGMR angeno...


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