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06.03.2008 / Inland / Seite 5

»Keine Ausnahmeregel«

Deutsche Bahn AG fordert 70000 Euro von Organisatoren der Ausstellung »Zug der Erinnerung« für Nutzung der Trassen und Bahnhöfe

Jan Schapira
Seit November vergangenen Jahres fährt der »Zug der Erinnerung« durch Deutschland. Er gemahnt an die Deportation einer Million Kinder und Jugendlicher, in Nazi-Konzentrationslager. Die Deutsche Bahn (DB) verlangt nun rund 70000 Euro als Gebühr für die Nutzung des Streckennetzes und der Bahnhöfe. Das Unternehmen argumentiert, es sei dazu gesetzlich verpflichtet. Die verkehrspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen hatten die Bahn bereits Mitte Januar aufgefordert, die Kosten an den Veranstalter als Spende zurückzugeben.

Laut einem Unternehmenssprecher der DB sieht der »klare Rechtsrahmen« hingegen »keine Ausnahmeregel« für den Ausstellungszug vor. Die Höhe der Gebühren sei außerdem bereits bekanntgewesen als die Nutzung der Bahntrassen beantragt worden sei, sagte er am Mittwoch gegenüber junge Welt. Hans-Rüdiger Minow, Sprecher des »Zug der Erinnerung e.V.«, sieht in den finanziellen Forderungen hingegen einen Skandal. Er attestiert der Bahn-AG, als ...

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