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06.03.2008 / Feuilleton / Seite 12

Das Atomium in Brüssel sprengen

Leave Us Kids Alone: Zwei politische Jugendfilme auf DVD

Martin Büsser
Wer sich zeitgenössisches politisches Kino ansehen will, muß neuerdings zum Kinder- und Jugendfilm auf DVD greifen. »Der Traum« (2005) von Niels Arden Oplev erzählt von einem Jungen, der sich Ende der 1960er-Jahre gegen den streng autoritären Schuldirektor und damit gegen die gesamte Ordnung seines dänischen Provinznests auflehnt. Noch eine Spur radikaler handelt Dominique Standaerts »Hop« (2002) vom 13jährigen Flüchtlingsjungen Justin, der sich in Belgien mit Terroranschlägen gegen die Abschiebung seines Vaters zur Wehr setzt. Beide Filme besitzen eine politische Sprengkraft, die im Erwachsenenkino selten geworden ist. Doch was definiert einen Kinder- und Jugendfilm? Die Tatsache, daß die Protagonisten von Kindern gespielt werden? Dann müßten auch so schwer verdauliche Antikriegsfilme wie »Ivans Kindheit« von Andrej Tarkowski (1962) und Elen Klimows »Geh und sieh« (1985) unter die Rubrik Kinder- und Jugendfilm fallen; beide sind von der FSK allerdings er...

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