Schwarzer Kanal
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15.02.2008 / Inland / Seite 2

»Ökonomisierung der Forschung ausgeblendet«

Auch in der Fraktion Die Linke gibt es Anhänger der Forschung mit embryonalen Stammzellen. Gespräch mit Alexander Schwerin

Rainer Balcerowiak
Alexander Schwerin ist Wissenschaftshistoriker und Vorstandsmitglied des Gen-ethischen Netzwerkes

Im Deutschen Bundestag wurde am Donnerstag über die Zukunft der Forschung mit embryonalen Stammzellen debattiert. Die Positionen reichen von völliger Freigabe bis hin zum völligen Verbot. Wer wird sich Ihrer Einschätzung nach durchsetzen?

Ich denke, daß sich die mittlere Position durchsetzen wird. Das würde bedeuten, daß Stammzellinien verwendet werden dürfen, die bis zum 1. Mai 2007 zur Verfügung standen, statt wie bisher bis zum 1. Januar 2002.

Die Befürworter einer Teil- oder vollständigen Liberalisierung argumentieren mit den Chancen für die Entwicklung von Therapien gegen bisher unheilbare Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson. Wie stichhaltig ist das?

Das hängt vom Standort des Betrachters ab. Wer Medizin nur aus dem technologischen Blickwinkel sieht, wird genau so argumentieren, ohne es beweisen zu müssen. Wir sehen das aber kritisch, weil eine au...

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