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15.02.2008 / Titel / Seite 1

Macht vor Völkerrecht

»Unmoralisch und illegal«: Rußlands Präsident Putin übt scharfe Kritik an EU-Politik im Kosovo und an US-Raketenplänen

Werner Pirker
In seiner Jahrespressekonferenz im Kreml hat der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstag seine Kritik an der westlichen Hegemonialpolitik deutlich zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig verwies er auf die Mitverantwortung der EU-Länder für die wachsenden Spannungen in der Welt. Vor allem hielt er ihnen vor, in der Kosovo-Frage eine Politik der doppelten Standards zu verfolgen, was ihnen eigentlich peinlich sein müßte. »Seit 40 Jahren gibt es de facto die unabhängige Republik Nordzypern. Warum wurde sie von den Europäern bisher nicht anerkannt?« machte Putin auf die unterschiedlichen Vorgehensweisen der EU-Staaten bei der Lösung der gleichen Probleme in verschiedenen Regionen der Welt aufmerksam.

Die mehrheitlich von Albanern bewohnte südserbische Provinz Kosovo soll nach dem Willen Washingtons und Brüssels von Serbien losgetrennt und in eine überwachte Unabhängigkeit entlassen werden. Das widerspräche dem im Ergebnis der NATO-Aggression gegen Jugosla...

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