Gegründet 1947 Mittwoch, 21. August 2019, Nr. 193
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30.04.1999 / Wochenendbeilage / Seite 0 (Beilage)

Tage der Arbeitermacht

Das Ende der Münchner Räterepublik

Nick Brauns

Trotz aller Warnungen der Kommunistischen Partei hatten Anarchisten, USPD und einzelne Vertreter der SPD am 7. April 1919 »Baiern« zur Räterepublik erklärt. Doch der »Scheinräterepublik« fehlte die stabile Basis unter den Arbeitern in den Betrieben. Auch verfügte sie über keine bewaffnete Exekutive zur Durchsetzung ihrer vollmundigen Proklamationen. Ein ganz eigenes Schauspiel bot der Rat der Volksbeauftragten als oberstes Organ. Der Volksbeauftragte für Volksaufklärung Gustav Landauer hatte sich zwar einen Namen als Philosoph und Shakespeare- Übersetzer gemacht, war für die praktische Politik allerdings gänzlich ungeeignet. Die Verbreitung atheistischer Propaganda im streng katholischen Bayern stand für ihn als überzeugten Anarchisten im Vordergrund.

Der Volksbeauftragte für das Äußere, ein gewisser Dr. Lipp, stellte sich nach wenigen Tagen als geisteskrank heraus und mußte in die Psychiatrie eingeliefert werden. Zuvor ließ er noch absurde Erklärungen...

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