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04.02.2008 / Inland / Seite 5

Keine Einzelfälle

In Sachsen-Anhalt mehren sich Berichte über skandalöse Zustände in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Anja Hotopp
Die Deutschen werden immer älter, die Geburtenrate ist niedrig. Laut Statistischem Bundesamt wird der Altenquotient erheblich ansteigen, was 2050 dazu führen wird, daß 100 Erwerbsfähigen 78 Senioren gegenüberstehen. Doch bereits jetzt sind die Folgen einer alternden Gesellschaft in Verbindung mit leeren Gesundheitskassen katastrophal. Allein in Magdeburg wurden in den vergangenen Wochen Vorkommnisse bekannt, die verdeutlichen, daß Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an ihre Grenzen stoßen. In zwei Fällen ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft.

So entließ der kaufmännische Direktor des Marienstifts, Stephan Wegener, zwei an Diabetes leidende Senioren, die einen OP-Termin hatten, weil aus seiner Sicht der Versicherungsschutz unklar gewesen sei. US-amerikanische Standards sozusagen: Kein Geld, keine OP. Dem zuständige Sachbearbeiter der AOK Sachsen-Anhalt, Peter Klas, ist dieses Vorgehen völlig unverständlich. Ein Telefonanruf hätte ausgereicht, um di...

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