Gegründet 1947 Mittwoch, 27. März 2019, Nr. 73
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
02.02.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stillstand in Berlin

Aufruf zum Streik im Nahverkehr der Bundeshauptstadt zu 100 Prozent befolgt. Beschäftigte lassen sich nicht gegeneinander ausspielen. SPD stur, Linkspartei uneins

Daniel Behruzi
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und deren Tochter Berlin Transport (BT) geht nichts mehr. Seit Freitag null Uhr bleiben Busse, U- und Straßenbahnen in den Depots. Grund ist ein kurzfristig ausgerufener Streik der Gewerkschaft ver.di, die damit gegen das vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) am Donnerstag vorgelegte »unzumutbare« Tarifangebot protestiert. Laut ver.di würden 95 Prozent der rund 12500 Beschäftigten dabei leer ausgehen. Ver.di fordert zwölf Prozent, mindestens aber 250 Euro mehr Lohn. Das KAV-Angebot habe »die Kollegen derart auf die Palme gebracht, daß sie gesagt haben, wir müssen jetzt ein Signal setzen«, so die ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen im RBB-Inforadio. Und dieses Signal ist gelungen: »Bei uns fährt nichts mehr außer ein paar Bussen in den Randgebieten«, hieß es am Freitag vom Management der Verkehrsbetriebe.

Löhne geschrumpft

Seit 1990 ist Jörg Bösing bei der BVG. Er ist zuständig für die Inbetriebn...

Artikel-Länge: 4897 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €