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02.02.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stillstand in Berlin

Aufruf zum Streik im Nahverkehr der Bundeshauptstadt zu 100 Prozent befolgt. Beschäftigte lassen sich nicht gegeneinander ausspielen. SPD stur, Linkspartei uneins

Daniel Behruzi
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und deren Tochter Berlin Transport (BT) geht nichts mehr. Seit Freitag null Uhr bleiben Busse, U- und Straßenbahnen in den Depots. Grund ist ein kurzfristig ausgerufener Streik der Gewerkschaft ver.di, die damit gegen das vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) am Donnerstag vorgelegte »unzumutbare« Tarifangebot protestiert. Laut ver.di würden 95 Prozent der rund 12500 Beschäftigten dabei leer ausgehen. Ver.di fordert zwölf Prozent, mindestens aber 250 Euro mehr Lohn. Das KAV-Angebot habe »die Kollegen derart auf die Palme gebracht, daß sie gesagt haben, wir müssen jetzt ein Signal setzen«, so die ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen im RBB-Inforadio. Und dieses Signal ist gelungen: »Bei uns fährt nichts mehr außer ein paar Bussen in den Randgebieten«, hieß es am Freitag vom Management der Verkehrsbetriebe.

Löhne geschrumpft

Seit 1990 ist Jörg Bösing bei der BVG. Er ist zuständig für die Inbetriebn...

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