31.03.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Indiens Schaumberge

In der Metropole Bengaluru kippen die berühmten Seen der Stadt. Immer mehr Gewässer auf dem Subkontinent stehen vor dem ökologischen Kollaps

Thomas Berger

Tausende toter Fische trieben am 7. März auf dem Ulsoorsee in der südindischen Metropole Bengaluru. Die verrottenden Kadaver verbreiteten schnell den entsprechenden Gestank. Doch die Einwohner der Stadt scheinen inzwischen an Unbill gewöhnt. Auch das massenhafte Fischsterben im Ulsoorsee ist gewissermaßen nur ein Indiz für den ökologischen Kollaps, vor dem viele der Seen im Großraum der Siebenmillionenstadt, die als das »Silicon Valley« Indiens gilt, stehen.

Umweltkatastrophen dieser Art, bei denen die »blauen Augen« Bengalurus weltweit für Negativschlagzeilen sorgen, häuften sich in den zurückliegenden Jahren. Diesmal hat es den Ulsoorsee erwischt, doch noch öfter schaffen es der Bellandursee und der Varthursee mit immer neuen Horrormeldungen in die indischen Nachrichtensendungen und auf die Titelseiten der Zeitungen. Das vorige Mal liegt erst sechs Monate zurück: Ende September/Anfang Oktober hatte der einst prächtige Bellandur, gewissermaßen das Kronjuw...

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