30.03.2016 / Feuilleton / Seite 10

Hochhuth, Fuß, Pat

Jubel der Woche

Jegor Jublimov

Streitbar und ambivalent ist Rolf Hochhuth, der am Freitag 85 wird, aber eins kann man ihm nicht absprechen: seinen unbedingten Aufklärungswillen über die Verbrechen der Nazizeit. Sein Welterfolg »Der Stellvertreter« zu den Verstrickungen des Vatikans mit dem Faschismus wurde zur Uraufführung ebenso heiß diskutiert wie bei der Verfilmung von 2002. Bei allem Problembewusstsein sollte nicht vergessen werden, dass er durchaus auch »Rollenfutter« für gute Schauspieler lieferte. Beispielsweise schrieb er mit »Die Hebamme« 1973 für Publikumsliebling Ursula Herking eine Paraderolle, und Inge Meysel übernahm dann in der Fernsehfassung von 1976. Dabei war ihr Else Wolz schon 1974 zuvorgekommen. Die große alte Dame des Volkstheaters Rostock spielte die engagierte Nonne im DDR-Fernsehen. Hochhuth kämpfte gegen die Errichtung von Behelfssiedlungen in Ghettos bundesdeutsche...

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