26.03.2016 / Ausland / Seite 6

Alias Sarkozy

Frankreichs Expräsident fädelte unter falschem Namen Bestechung ein. Prozess droht

Hansgeorg Hermann, Paris

Die Justiz ist zum ernsthaftesten Gegner des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy geworden. Nur sie kann offenbar noch verhindern, dass der rechtskonservative Politiker 2017 erneut für das höchste Staatsamt kandidiert. Am Dienstag entschied der Oberste Gerichtshof in Paris, dass eine im Jahr 2014 von Untersuchungsrichtern veranlasste Abhöraktion gegen Sarkozy und dessen Anwalt Thierry Herzog rechtens war und die Ergebnisse des Lauschangriffs prozesstauglich sind. Damit steht dem Parteichef der »Les Républicains« (LR) eine weitere Anklage ins Haus – diesmal wegen »aktiver Korruption« und »unerlaubter Einflussnahme«.

Eigentlich sind die neuen Beschuldigungen nur Nebenprodukt aus zwei älteren juristischen Untersuchungen gegen Sarkozy. Die eine läuft noch und wird vermutlich ebenfalls in eine Anklage münden: Der Chef der neu gegründeten Rechtspartei LR – sie ersetzte im Mai 2015 die Union pour un mouvement populaire (UMP) – wird verdächtigt...

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