26.03.2016 / Ausland / Seite 6

Loben müssen sie sich selbst

Hunderttausende protestieren in Argentinien gegen US-Präsident Obama und den Ausverkauf des Landes durch den neuen Staatschef Macri

Christian Stache, Buenos Aires

Im Anschluss an seine Reise nach Kuba flog US-Präsident Barack Obama unter der Woche weiter nach Argentinien. Dort traf er Mauricio Macri, seit Dezember neuer Präsident des Landes. Neben bilateralen Gesprächen absolvierten die Staatsoberhäupter ein umfangreiches Kulturprogramm inklusive Mate, Tango und Gaucho-Prosa. Bei einem gemeinsamen Besuch des »Parks der Erinnerung« gedachten Obama und Macri am Donnerstag, dem 40. Jahrestag des von den USA geförderten Militärputsches, den Opfern der Diktatur. Trotz vieler Worte entschuldigte sich der US-Präsident nicht für die Taten seiner Vorgänger.

Vertreter beider Regierungen unterzeichneten mehrere Verträge in den Bereichen Handel, Sicherheit, Umwelt und Ausbildung. Ein Freihandelsabkommen könne am Ende des nun begonnenen Prozesses stehen, erklärte Obama. Die Regierungen würden aber vorerst gemeinsam damit beginnen, die zahlreichen »Handelshemmnisse« abzubauen. Nach ihrem Vieraugengespräch nutzten Obama und Macri ...

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