24.03.2016 / Inland / Seite 4

Krieg beginnt hier

Aber auch politische Bündnisse und Protest dagegen

Markus Pflüger

Es ist schwer geworden, Menschen für fortschrittliche politische Anliegen anzusprechen und zu mobilisieren – das ist zwar richtig, aber kein spezifisches Problem der Friedensbewegung. Auch andere soziale Bewegungen, ob Gewerkschaften, Frauen-, Umwelt- oder Antiatombewegung, leiden unter den Auswirkungen dessen, was sie bekämpfen: der Durchkapitalisierung des Alltags. Manche empfehlen: »sich auf weniges und Konkretes konzentrieren«, befristete Projekte und Aktionen anbieten, neue Verbündete finden, alle Medien nutzen. Das sind sicherlich wichtige strukturelle Überlegungen. Ebenso wie der richtige Appell, dass Friedensbewegung und antifaschistische Bewegung wieder stärker zusammen agieren sollten. Ich ergänze: gerade antirassistische Initiativen, die sich für Flüchtlinge – gegen Asylverschärfungen und rechte Hetze – einsetzen, sollten und könnten noch viel stärker mit »Krieg als Fluchtursache« Teil einer Friedensbewegung werden.

Friedensgruppen sind vieleror...

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