23.03.2016 / Antifa / Seite 15

Teilbereichskämpfe aussichtslos

Linke Strategiedebatte nach AfD-Erfolgen: Antirassismus und soziale Frage kaum noch zu trennen

Claudia Wangerin

Seit den Wahlerfolgen der rechtspopulistischen »Alternative für Deutschland« (AfD) diskutieren Linke in und außerhalb von Parteien, wie der Rechtstrend gestoppt werden kann. Am 6. März war die AfD bei den Kommunalwahlen in Hessen drittstärkste Kraft geworden, am 13. März zog sie in die Landtage von Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ein. Die Ergebnisse zeigten die Sinnlosigkeit der Appelle, doch bitte zur Wahl zu gehen und »eine der demokratischen Parteien« anzukreuzen, damit die Rechten nicht gestärkt würden: In Sachsen-Anhalt, wo die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) einen solchen Aufruf gestartet hatte, konnte ausgerechnet die AfD nach Analysen von Infratest dimap mehr als 100.000 ehemalige Nichtwähler gewinnen – mehr als alle anderen Parteien zusammen – und zog mit 24 Prozent in den Landtag ein.

Vor diesem Wahlsonntag und kurz nach dem AfD-Erfolg in Hessen hatte der Blog Lower Class Magazine genau vor dieser Fehleinschätz...

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