23.03.2016 / Ausland / Seite 2

»Man hielt uns Gewehrläufe vors Gesicht«

Studierende aus Deutschland ­wurden im türkisch-kurdischen Diyarbakir ­verhaftet und schikaniert. Ein Gespräch mit Müzgin Ronahi

Gitta Düperthal

Aus verschiedenen Städten der Bundesrepublik waren 29 Studierende in die Türkei gereist, einige von ihnen sind im Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) organisiert: Fünf wurden direkt zurückgeschoben, vier weitere, zu denen auch Sie gehörten, hat die Polizei in Diyabarkir verhaftet und stundenlang festgehalten. Was war der Grund?

Nachdem wir in einem Außenviertel von Diyarbakir das Newrozfest gefeiert hatten, fuhren wir am Montag gegen 15.30 Uhr mit dem Taxi nach Baglar. Für diesen Stadtteil galt in den vorangegangenen sechs Tagen eine Ausgangssperre. Die türkische Armee hatte dort fünf Jugendliche umgebracht, vielerorts sind Einschusslöcher zu sehen. Am Montag morgen war der Ausnahmezustand aufgehoben, der Zugang ins Viertel wieder frei. Dennoch waren einzelne Gebiete abgesperrt, etwa die von Soldaten umzingelten und besetzten Gelände rund um eine ehemalige kurdische Schule und ein kurdisches Volkshaus. Dort stoppte uns die Polizei. Die Beamten hie...

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