22.03.2016 / Sport / Seite 16

Totengräber des Tennis

Der Sport stirbt! Schuld ist Indian Wells: Zähe Böden und ein sexistischer Direktor zeichneten das Turnier aus

Peer Schmitt

Routiniert ging Novak Djokovic an die Titelverteidigung im Finale von Indian Wells am vorigen Sonntag. Er schob sein weißes Käppi zurück und erwartete den gefürchteten Aufschlag seines Gegners Milos Raonic. Dreimal ging dessen erstes Service game über Einstand, dann verwandelte Djokovic seinen zweiten Breakball zur 1:0 Führung. Danach war der Kuchen schon gegessen, zumindest was die Psychologie angeht. Es geschah praktisch nichts mehr, außer dass Djokovic seinen dritten IW-Titel in Folge denkbar lässig 6:2, 6:0 gewann.

Die für den Matchverlauf entscheidende Statistik: Raonic gewann bei seinem zweiten Aufschlag ganze zehn Prozent der Punkte (drei von 30!). Wenn selbst einem Aufschlagmonster wie Raonic ein derartiges Desaster unterläuft, dann ist das ein ziemlich sicheres Indiz dafür, dass die Langsamkeit der Hartplätze eine groteske Form angenommen hat.

Zuvor hatte schon im Damenfinale Serena Wiliams versucht, bei den ultralangsamen Platzböden mit brutaler S...

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