22.03.2016 / Thema / Seite 12

Kein Wald vor lauter Bäumen

Weltweit verlangsamt sich die Abholzung. Neu angepflanzt werden allerdings riesige Monokulturen, die ­etlichen Millionen Menschen keine Lebensgrundlage mehr bieten. Zum gestrigen »Tag des Waldes«

Peter Clausing

Inzwischen ist praktisch jeder Tag des Jahres ein Gedenk- oder Aktionstag. Die Liste bei Wikipedia ist entsprechend lang und bisweilen skurril. Wer würde schon vermuten, dass es einen »Tag der Blockflöte« und einen »Internationalen Tag des Eies« gibt? Der »Tag des Waldes«, der alljährlich am 21. März begangen wird, hingegen klingt seriös. Er wurde Ende der 1970er Jahre von der UN-Welternährungsorganisation (FAO) initiiert und hat ganz offensichtlich etwas mit Umwelt- und Naturschutz zu tun. Dieser Tag ist ein willkommener Anlass zu hinterfragen, wie die Waldschutzbemühungen heute aussehen, wer Nutzen daraus zieht und was das eigentlich ist – der Wald, der laut aktueller FAO-Statistik 30,6 Prozent der Landfläche der Erde bedeckt.

Bei der Definition des Begriffs »Wald« scheiden sich die Geister unter anderem an der Frage, ob Baumplantagen als Wälder gelten können. Die FAO zählt sie mit, und diejenigen, die Bäume in erster Linie als Rohstofflieferanten un...

Artikel-Länge: 18770 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe