22.03.2016 / Ausland / Seite 7

Feuchte Begrüßung

Regenwetter machte die Inszenierung der Ankunft von US-Präsident Barack Obama in Havanna zunichte

Volker Hermsdorf

Wie ein strahlender Held konnte sich US-Präsident Barack Obama bei seiner Ankunft in Havanna am Sonntag abend nicht präsentieren. Bei heftigem Regen hatte die Air Force One um 16.19 Uhr (Ortszeit) auf der Landebahn des Flughafens aufgesetzt. Auch der Bummel mit Ehefrau Michelle und den Töchtern Malia und Natasha durch die Altstadt von Havanna musste unter Regenschirmen stattfinden und fiel damit für die mediale Selbstdarstellung weitgehend ins Wasser. Auf dem Platz vor der Kathedrale, in der Kardinal Jaime Ortega auf Obama wartete, suchten die Menschen mehr Schutz vor dem Tropenguss als die Nähe des Gastes aus Washington.

Während sein Chef zunächst touristische Termine absolvierte, wollte Außenminister John Kerry den Aufenthalt in der kubanischen Hauptstadt nutzen, um sich am Montag persönlich über den Stand der Friedensgespräche in Kolumbien zu informieren. Dazu kündigte er Gespräche mit den Vertretern Bogotás und der FARC-Guerilla an. Beide Seiten verhan...

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