21.03.2016 / Politisches Buch / Seite 15

Gegen israelische Apartheid

Ilan Pappé und Noam Chomsky diskutieren über Perspektiven der internationalen Palästina-Solidaritätsbewegung

Jasmin Thomas

Der israelische Historiker und Antizionist Ilan Pappé bringt ein zentrales Dilemma der Solidaritätsbewegung mit Palästina im Westen auf den Punkt: »Stellen Sie sich vor, zu Zeiten des unterdrückerischen Südafrika hätten Sie nicht gegen das Apartheidsregime selbst demonstrieren dürfen, sondern nur gegen das Massaker von Soweto.« In bezug auf Palästina sei genau dies der Fall: Zwar gebe es Empörung über einzelne Verbrechen israelischer Regierungen, beispielsweise über die Massaker an der Bevölkerung des Gaza-Streifens 2009 und 2014, doch gebe es keine Kritik am Charakter des israelischen Staates und an der ihm zugrunde liegenden Ideologie.

Der Moderator des Gespräches zwischen Ilan Pappé und dem US-amerikanischen engagierten Intellektuellen Noam Chomsky ist Frank Barat, ein Koordinator des Russell-Tribunals zu Palästina. »Brennpunkt Palästina. Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines besetzten Landes« fragt: Wie sieht die internationale Soli...

Artikel-Länge: 4800 Zeichen

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