21.03.2016 / Titel / Seite 1

Blutiges Newroz

Kurdisches Neujahrsfest wird von Verboten und Übergriffen der türkischen Armee überschattet. Erneuter Selbstmordanschlag in Istanbul

Kevin Hoffmann, Istanbul

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist die Türkei am Samstag von einem Anschlag erschüttert worden. Ein Attentäter, der Mitglied der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) gewesen sein soll, sprengte sich auf der besonders bei Touristen beliebten Istiklal-Straße in Istanbul in die Luft und riss vier Menschen mit in den Tod. 39 weitere Personen wurden nach Angaben des türkischen Gesundheitsministeriums verletzt. Bereits in den Tagen vor dem Anschlag hatten die Botschaften der Bundesrepublik und der USA vor möglichen Attentaten gewarnt.

Dem Regime in Ankara dienen die jüngsten Anschläge als willkommener Vorwand, noch stärker gegen die oppositionelle und kurdische Bewegung vorzugehen. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren das kurdische Newroz- bzw. Neujahrsfest zum Frühlingsbeginn meist friedlich und ohne Verbote begangen werden konnte, wurden diesmal in vielen Städten die Demonstrationen und Kundgebungen verboten. Betroffen davon waren unter ander...

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