19.03.2016 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Pol & Pott. Konfekt und Kuchen

Ina Bösecke

Cyrano von Bergerac« (Frankreich 1990, Regie: Jean-Paul Rappeneau) spielt Mitte des 17. Jahrhunderts in Paris. Die Titelfigur wird von Gerard Depardieu verkörpert, hier noch mit fast normaler Figur. Es handelt sich um einen Dichter und Fechtmeister. Wort- und degengewandt kann er sämtliche Männer der Gegend besiegen, traut sich aber nicht, seiner Cousine seine Liebe zu gestehen (ein Problem, das die Wiener Band Wanda später in ihrem »Bologna«-Hit aufgreifen sollte).

Cyrano schämt sich für seine wahrlich groß geratene Nase, und besagte Cousine Roxane (Anne Brochet) ist eh schon in einen jungen Schönling verliebt (Vincent Perez als Christian), für den Helden bleibt also nur der schmachtende Blick aus der Ferne. Eine etwas merkwürdige Chance ergibt sich durch den Umstand, dass der Schönling nicht besonders wortgewaltig ist, Roxane aber auf Dichtkunst steht. Also schreibt Cyrano fortan die Liebesbriefe für den Glücklichen. Und Roxane verliebt sich noch mehr in...

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