19.03.2016 / Aktion / Seite 16

Wem die junge Welt nützt

Die Wahlerfolge der AfD liegen ganz im neoliberalen Trend. Wir ­zeigen, welche Interessen hinter dieser Politik stehen

Dietmar Koschmieder

Nicht immer macht es Spaß, die junge Welt zu lesen. Denn sie berichtet auch über Vorgänge, die die Lesenden wütend, traurig oder gar ängstlich werden lassen.

Die jüngsten Wahlergebnisse gehören dazu: Nicht nur der relativ hohe Stimmenanteil für die rechtskonservative AfD, auch die Herkunft ihrer Wählerinnen und Wähler ist problematisch: Ihre Anhänger sind nicht vorrangig alte Männer, wie oft angenommen. Ausgerechnet die über 60jährigen haben die AfD am wenigsten gewählt. Und viel zu viele Arbeiter und Angestellte sind den Rechtsdemagogen auf den Leim gegangen. Sie haben eine Partei mit einem durch und durch neoliberalen Wirtschaftsprogramm gewählt, für dessen konsequente Umsetzung Kriege unerlässlich sind. Darin unterscheidet sich die AfD nicht von den meisten anderen Parteien auf den Wahlzetteln – behauptet aber trotzdem frech, eine Partei gegen Kriege zu sein und die Interessen der Armen zu vertreten. Sie schreit »Lügenpresse«, täuscht aber selbst ihre ...

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