19.03.2016 / Inland / Seite 2

»Demokratie ist nie formal, sondern stets konkret«

Antifaschisten fordern von Leipziger Buchmesse, rechte Verlage und Publikationen rauszuwerfen. Gespräch mit Kerstin Köditz

Markus Bernhardt

An der Leipziger Buchmesse nehmen regelmäßig auch Verlage teil, die dem rechten und rassistischen Spektrum zugeordnet werden. Von welchen Ausstellern wissen Sie?

Nun, dass die Junge Freiheit seit Jahren vertreten ist, regt inzwischen anscheinend kaum noch jemanden auf. Dabei ist das Blatt inzwischen so etwas wie die inoffizielle Wochenzeitung der AfD. Es war auch zu erwarten, dass die Monatszeitschrift Compact die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen würde, für sich die Werbetrommel zu rühren. Daneben finden sich aber auch Vereine des äußersten rechten Spektrums wie der »Bund für deutsche Schrift und Sprache« mit seiner Zeitschrift oder Vertreter der Korporiertenverbände.

In diesem Jahr wurde die Messeleitung Anfang des Monats von Antifaschisten, unter anderem dem Aktionsnetzwerk »Leipzig nimmt Platz« aufgefordert, derlei Verlage auszuladen. Zu Recht?

Meiner Meinung nach ja. Ich habe selbst den Aufruf gegen die Zeitschrift Compact unterschrieben. Es gibt die ...

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