16.03.2016 / Feuilleton / Seite 11

Wird drin sein müssen

Sensation zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse: Alles bleibt beim alten

Annette Riemer

Am Ende seines langen Wegs nach Westen ist Deutschland, wenn es nach Heinrich August Winkler geht, Schutzmacht Mittel- und Osteuropas. Gegen Russland, versteht sich. Der Historiker teilt diese Sicht der Dinge mit dem NATO-Hauptquartier. Heute abend erhält er dafür den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Morgen wird die Messe dann auch für Normalsterbliche eröffnet. Verlage präsentieren ihr Frühjahrsprogramm; Autoren lesen an allen möglichen und unmöglichen Orten in der Stadt und auf dem Land drumherum; Hunderttausende schieben sich durch die engen, stickigen Schleusen des Messegeländes.

Die Messe ist ein Großereignis, immer noch. Obwohl die Buchpreise, die morgen verliehen werden, wenig Strahlkraft haben und sich kaum auf die Verkaufszahlen auswirken. Obwohl die Messehallen zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurden, die Realität die Fiktion damit endgültig an Unfassbarkeit überboten hat. Obwohl das Problem der pädophilen Fot...

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