16.03.2016 / Inland / Seite 8

»Das ist Unterricht darüber, wie man sich wehrt«

Am Donnerstag streiken angestellte Lehrer in Berlin. Unterstützung bekommen sie von einigen Schülern. Ein Gespräch mit Florian Griebel

Wladek Flakin

Am morgigen Donnerstag werden die angestellten Lehrer in Berlin in den Warnstreik treten. Worum geht es bei diesem Arbeitskampf?

Die angestellten Lehrkräfte haben keinen Tarifvertrag, der regelt, wer in welche Entgeltgruppe kommt. Sie wollen nun ein Ende des einseitigen Diktats des Arbeitgebers. Die Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW, lassen sich leicht zusammenfassen: gleiches Geld für gleiche Arbeit. Gegen dieses Grundprinzip wird durch die unterschiedlichen Gehälter innerhalb des Kollegiums direkt verstoßen. Die Politik könnte dies jederzeit verändern, aber verweigert seit Jahren ernsthafte Verhandlungen über Tarifverträge. Verbeamtete Lehrkräfte verdienen nicht nur erheblich mehr, sondern haben auch eine Reihe von Privilegien im Vergleich zu Angestellten. Dagegen kämpfen die Lehrer seit Anfang 2013 mit insgesamt 18 Streiktagen bisher.

Was bedeutet der Ausstand für Sie als Schüler?

Zuerst natürlich, dass Unterrichtsstunden ausfal...

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