16.03.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Verschwörungspraxis

Die Deutsche Bank hat 5,5 Milliarden Euro für anstehende Prozesse zurückgelegt. Ein Überblick

Simon Zeise

Kater nach der Party. Im Zuge der Finanzkrise, die 2007 ausbrach, hat die Deutsche Bank satte Gewinne eingefahren, doch werden in jüngerer Vergangenheit immer mehr Details über die dubiosen Machenschaften des Geldinstituts bekannt.

Für drohende Prozesskosten hat die Deutsche Bank 5,5 Milliarden Euro zurückgelegt. Der vom Vorstandsvorsitzenden John Cryan verordnete Sparkurs sieht die Schließung von 200 Filialen und den Abbau von 9.000 Stellen vor. Aber das dürfte wohl nicht reichen, fürchtet selbst Cryan. Man werde die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten »im laufenden Jahr sehr wahrscheinlich aufstocken müssen«, zitierte der Tagesspiegel den Bankchef am 12. Februar.

Geldwäsche

Die höchste Belastung droht dem Finanzkonzern wohl aus der Geldwäscheaffäre in Moskau und London. Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung vom Dezember 2015 soll die Deutsche Bank in Russland Wertpapierdeals im Volumen von bis zu zehn Milliarden US-Dollar getätigt haben, di...

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