12.03.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Pekinger Balanceakt

Abbau von Überkapazitäten, Jobverluste und weiterer Ausbau der Infrastruktur: Volkskongress berät Fünfjahresplan in Phase des ökonomischen Umbaus

Wolfgang Pomrehn

Chinas Exporte sind im Februar weiter zurückgegangen. Um 25,4 Prozent lagen sie unter dem Vorjahresniveau. Das war das größte Minus seit Beginn der globalen Finanzkrise 2008. Auch die Importe gingen um 13,8 Prozent zurück, was darauf hindeutet, dass das Problem vor allem mangelnde Nachfrage auf dem Weltmarkt ist. Ohnehin spiegelt der Rückgang des Einfuhrvolumens vor allem den Preisverfall bei vielen Rohstoffen wider. Die realen Mengen sind hingegen kaum geschrumpft, abgesehen vielleicht von der Kohle und einigen Erzen. In den ebenfalls von der Exportwirtschaft abhängigen Nachbarstaaten sieht es nicht viel besser aus. Taiwans Ausfuhren schrumpfen bereits seit 13, die Südkoreas gar seit 14 Monaten. Noch schlechter steht es um Japan, wo die ökonomische Politik des rechten Ministerpräsidenten Shinzo Abe (»Abenomics«), gescheitert ist. Aller Deregulierung, allen Konjunkturprogrammen und der Politik des billigen Geldes zum Trotz, befindet sich das Land inzwisch...

Artikel-Länge: 4826 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe