12.03.2016 / Ausland / Seite 7

Für Jahrzehnte unbewohnbar

Fünf Jahre nach Erdbeben und Atomkatastrophe bleibt die Situation im Nordosten Japans dramatisch. Regierung wiegelt ab

Michael Streitberg

Um 14.46 Uhr Ortszeit stand das öffentliche Leben in Japan am Freitag still – zumindest eine Minute lang. Diese Uhrzeit markierte vor fünf Jahren den Moment, seit dem in Japan nichts mehr so ist, wie es einmal war. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 hatte am 11. März 2011 eine verheerende Flutwelle ausgelöst. Laut der Tageszeitung Japan Times gehen offiziel­le Statistiken von mindestens 19.304 Todesopfern der Katastrophe aus. 2.561 Menschen werden noch immer vermisst. Infolge des Tsunamis war es zudem im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu einem schweren Atomunfall gekommen, in dessen Folge Teile der Region radioaktiv verseucht wurden.

An der von der Regierung veranstalteten zentralen Gedenkzeremonie am Freitag nachmittag in Tokio nahm auch das japanische Kaiserpaar teil. In der von der Katastrophe betroffenen Tohoku-Region im Nordosten des Landes fanden in zahlreichen Städten und Dörfern ebenfalls Gedenkveranstaltungen statt. Kaiser Akihito erklärte in der Haupts...

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