12.03.2016 / Titel / Seite 1

Verstrahlte »Alternative«

Kurz nach dem fünften Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima will die Kernkraftpartei AfD in drei Landtage einziehen

Claudia Wangerin

Die »Alternative für Deutschland« (AfD), deren Vizesprecher Alexander Gauland im Dezember die Flüchtlingskrise als »Geschenk« bezeichnet hat, sich aber sonst negativ bis hasserfüllt über Geflüchtete äußert, dürfte nach aktuellen Umfragen am Sonntag in drei weitere Landtage einziehen. In Rheinland-Pfalz lag sie laut ZDF-Politbarometer am Donnerstag abend bei rund neun Prozent, in Baden-Württemberg bei elf Prozent und in Sachsen-Anhalt sogar bei 18 Prozent. Mit der Liebe zu Volk und Heimat nimmt die AfD es in Umwelt- und Gesundheitsfragen nicht so genau, wie sie gerne vorgibt, wenn sie Überfremdungsängste schürt: Sie will zum Beispiel den Atomausstieg rückgängig machen. »Mindestens« übergangsweise solle die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke verlängert werden, fordert die AfD in ihrem Programmentwurf, aus dem die Bild in der heutigen Ausgabe zitiert. Pünktlich zum gestrigen fünften Jahrestag der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima wurde dies auf ...

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