11.03.2016 / Inland / Seite 8

»Unsere Finanzierung hat sich in keiner Weise verändert«

Opferberatung berichtet von Verdopplung rassistischer Gewalttaten in Sachsen-Anhalt. Unterstützung gefordert. Gespräch mit Zissi Sauermann

Gitta Düperthal

Mehr als 200 politisch rechts und rassistisch motivierte Gewalttaten im Jahr 2015 in Sachsen-Anhalt: Die Angriffszahlen im Vergleich zum Vorjahr haben sich mehr als verdoppelt, so die »Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt«. Gegen wen richten sich diese Taten?

Mehr als zwei Drittel der Betroffenen sind Opfer von rassistisch motivierter Gewalt: Geflüchtete, Migranten, schwarze Deutsche. Ebenfalls im Fokus: junge Linke, Aktivisten von der Antifa und andere Engagierte. In Bitterfeld beispielsweise gab es im vergangenen Jahr über Monate eine Kampagne von Autonomen Nationalisten, Freien Kameradschaften, Identitären und dem sogenannten Dritten Weg gegen ein alternatives Wohn- und Kulturprojekt. Es gab Brandanschläge, Überfälle auf Wohnungen, schwere Verletzungen. Jeder Angriff – sei es von Neonazis oder rassistischen Gelegenheitstätern – bedeutet für die Betroffenen eine schwerwiegende Beeinträchtigung ihres körperlichen Wohlbefindens, manchmal auch schwere s...

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