11.03.2016 / Inland / Seite 4

Verspätete Retourkutsche

Brandenburgische Linke auf Selbstfindungskurs. Landesparteitag offenbarte Bild der Zerrüttung

Matthias Krauß

Was die brandenburgische Linke heute hat, sei ein »parteiinternes Problem, das parteiintern zu lösen ist«, sagte der Chef der Landtagsfraktion Ralf Christoffers. Bei dieser nichtssagenden Formel beließ er es, als er den katastrophal verlaufenden Templiner Landesparteitag am Wochenende kommentieren sollte. Weniger, dass Landeschef Christian Görke nur knapp 70 Prozent der Stimmen erhielt, mehr noch, dass die bisherige Landesgeschäftsführerin Andrea Johlige nicht wieder in dieses Amt gewählt wurde, ließ aufhorchen – und das, obwohl sie keinen Gegenkandidaten hatte. Fast schon egal war da, dass sich die Landesführung mit ihrem Plan, künftig eine Mann-Frau-Doppelspitze verbindlich zu machen, bei den 130 Delegierten nicht durchsetzen konnte.

Nach sieben Jahren Regierungsbeteiligung bietet die brandenburgische Linke ein Bild der Zerrüttung. Es hat den Anschein, als sei die Basis der Partei mit ihren rund 7.000 Mitgliedern aus einer Schockstarre erwacht, in die si...

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