11.03.2016 / Inland / Seite 4

Geschlagen und bedroht

Opferberatungen warnen: Rassistische Attacken weiter auf dem Vormarsch. In Berlin ist Marzahn Schwerpunkt rechter Aktivitäten

Markus Bernhardt

Berlin gilt als liberale und tolerante Stadt. Doch auch in der Bundeshauptstadt ist die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten im letzten Jahr stark angestiegen. Wie die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt »ReachOut« mitteilte, kam es im vergangenen Jahr zu über 320 Angriffen. Damit verzeichnete die Opferhilfeorganisation einen Anstieg von Straftaten und Bedrohungen um fast 80 Prozent im Vergleich zu 2014. Insgesamt wurden 412 Menschen verletzt und/oder bedroht. Allein im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften sei es zu 43 Angriffen gekommen. Rassismus sei bei 175 Taten das am häufigsten das Motiv gewesen. Politische Gegner seien 59 Mal attackiert worden. Auch die Anzahl antisemitisch motivierter Taten stieg im Vergleich zum Vorjahr von 18 auf 25.

Brennpunkt rechter Gewalt ist der Stadtteil Marzahn. Hier fanden mit 47 Attacken stadtweit die meisten Angriffe statt, es folgt Hellersdorf mit 24 derartigen Vorfäll...

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