10.03.2016 / Titel / Seite 1

Zutritt verweigert

Fluchtweg über Balkan nach EU-Türkei-Gipfel abgeriegelt. Tausende Menschen harren in Griechenland aus

Roland Zschächner

Auch am Mittwoch blieb die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien für Flüchtlinge geschlossen. Seit über 50 Stunden seien keine Asylsuchenden mehr am Übergang bei Gevgelija registriert worden, berichtete die mazedonische Nachrichtenagentur MIA am Mittwoch morgen. Zuvor hatten Slowenien, Kroatien und Serbien bekanntgegeben, nur noch Menschen, die ein gültiges Visum oder entsprechende Papiere vorweisen können, ihr Territorium passieren zu lassen. Auch Skopje zog nach. In Ungarn wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, Militär und Polizei haben erweiterte Befugnisse. Damit ist die sogenannte Balkanroute für Flüchtlinge vorerst geschlossen.

Die Entscheidung dafür fiel am Montag auf dem EU-Türkei-Gipfel in Brüssel. Unter Punkt 2 der Übereinkunft heißt es: »Der ungeregelte Zustrom von Flüchtlingen über die Westbalkanroute ist nun zum Ende gekommen«. Der Hebel dazu ist der »Schengener Grenzkodex«, der die Abriegelung der EU-Außengrenze regelt. Darauf wurde sich...

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