09.03.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Es wird eng auf Kuba

Nachfrage übertrifft Angebot: Wirtschaft des Inselstaates wird vom Tourismus angetrieben. Dessen Kapazitäten geraten an Grenzen

Volker Hermsdorf

Kubas Wirtschafts- und Planungsminister Marino Murillo erwartet für 2016 ein Wachstum der Volkswirtschaft um zwei Prozent. Das ist nur die Hälfte des Zuwachses vom vergangenen Jahr, und selbst diese Zahl ist optimistisch, denn akute Devisenengpässe dämpfen die Erwartungen. Ursachen dafür sind niedrige Weltmarktpreise für das kubanische Hauptexportgut Nickel und drohende Missernten nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen, die der schlimmsten Trockenperiode seit mehr als 100 Jahren folgten. Dazu kommen geringere Öllieferungen und Zuwendungen für den Einsatz kubanischer Ärzte aus Venezuela sowie die verschärfte Anwendung der US-Blockade. In dieser Situation wird der boomende Tourismussektor zum Motor der kubanischen Wirtschaft.

Bereits im vergangenen Jahr registrierte das Amt für Statistik und Information (ONEI) mit über 3,5 Millionen Touristen und einem Zuwachs von einer halben Million Gästen gegenüber 2014 die höchste Zahl ausländischer Besucher in d...

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