09.03.2016 / Inland / Seite 8

»Hierzulande wird die Propaganda geschluckt«

Am Freitag protestierten »Antideutsche« gegen die Premiere eines israelischen Filmes. Gespräch mit Dror Dayan

Wladek Flakin

Am Freitag war in Berlin die Deutschlandpremiere Ihres neuen Dokumentarfilms. Doch in der Berichterstattung geht es nicht um dessen Inhalt, sondern um einen gezeigten Hitlergruß und antisemitische Sprüche. Was ist vor dem Kino passiert?

Mein Film »Even Though My Land Is Burning« wurde am Freitag abend im Kino Moviemento in Kreuzberg aufgeführt. Die Premiere wollte ich mit der »Israeli Apartheid Week« verknüpfen. Bei dieser globalen Aktionswoche geht es um die Forderung nach Boykott, Deinvestition und Sanktionen, BDS, gegen den israelischen Staat, bis dieser die Besatzung beendet. Ich wollte nicht mit Sekt feiern, sondern eine politische Veranstaltung. Denn in meinem Film geht es um einen einzigen demokratischen Staat im historischen Palästina, in dem Juden und Palästinenser mit gleichen Rechten leben können.

Und dagegen gab es Protest?

Drei Wochen vorher haben antipalästinensische Gruppen, meistens aus den Kreisen der sogenannten Antideutschen, zu einer Prot...

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