09.03.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Veränderte Wahrnehmung

Die Malediven werden im Westen neuerdings nicht mehr als Inselidylle dargestellt. Berichte über Armut und politische Kämpfe treten in den Vordergrund

Thomas Berger

In Berlin öffnen sich am heutigen Mittwoch die Tore für die Internationale Tourismusbörse (ITB), die angeblich weltweit größte Messe in der Branche. In diesem Jahr sind die Malediven Partnerland. Das hat vorab mehr Diskussionen ausgelöst als üblich. Der Inselstaat im Indischen Ozean war einst allein wegen seiner Strände bekannt, in den vergangenen vier Jahren häuften sich allerdings Schlagzeilen zu politischen Auseinandersetzungen und Umstürzen, die das Bild der vorgeblichen Idylle stark trübten. Zu einer Häufung solcher Meldungen kam es in den vergangenen vier Monaten. Den Regierenden in der Hauptstadt Malé blieb nicht verborgen, dass sich die Wahrnehmung des Landes in Europa und speziell auch hierzulande dadurch geändert hat. So sah sich Tourismusminister Moosa Zameer, erst Ende Oktober 2015 in dieses Amt berufen, wenige Tage vor dem ITB-Auftakt zu einer Charmeoffensive genötigt.

In einer Presseerklärung seiner Behörde hieß es am 3. März: »Es gab in den ...

Artikel-Länge: 4935 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe