08.03.2016 / Ausland / Seite 6

PR-Coup gegen Syrien

Der Spiegel präsentiert Fotos vermeintlicher »Opfer des Assad-Regimes«

Jürgen Cain Külbel

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel präsentierte am Samstag einmal mehr schreckliche Nachrichten aus Syrien: »Fotos aus Syriens Folterkerkern. 28.707 Beweise gegen Assad – aber keine Anklage«, barmte Autor Christoph Sydow. In seinem Beitrag befasste er sich mit »eindeutigen Belegen aus dem Inneren des syrischen Sicherheitsapparats«, mit denen Präsident Baschar Al-Assad als »einer der grausamsten Massenmörder der Geschichte« enttarnt würde. Sydow wärmte damit eine dubiose Folterfotogeschichte eines syrischen Militärfotografen mit dem Pseudonym »Caesar« aus dem Januar 2014 auf.

Am Mittwoch veröffentlicht der Verlag C. H. Beck ein Buch zum Thema: »Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie«. »Der französischen Journalistin Garance Le Caisne«, behauptet Sydow, sei es darin gelungen, »Caesar« ausfindig zu machen und zu interviewen. Er lebe an einem geheimen Ort in Europa. In ihrem Buch, so Sydow weiter, »schildert Le Caisne, wie Assads Todesmaschi...

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